Sich für einen Ausbildungsberuf zu entscheiden, der zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt und dazu noch gute Zukunftsperspektiven bietet, ist schon eine große Herausforderung. Doch kaum ist diese Entscheidung getroffen, geht es darum, den passenden Betrieb zu finden. Schließlich verbringen junge Azubis bis zu drei Jahre lang einen Großteil ihrer Zeit dort. Natürlich lassen sich viele Punkte wie das Arbeitsklima erst nach einer gewissen Zeit beurteilen. Dennoch gibt es einige Kriterien, die schon vorab helfen können, ein gutes Ausbildungsunternehmen von einem weniger guten zu unterscheiden.

Faires Gehalt

Zu einem wertschätzenden Umgang gehört ein faires Gehalt. Wichtig ist, dass die Firma die tariflichen Bestimmungen der Branche nicht unterschreitet. Eine unterdurchschnittliche Bezahlung ist ein Indiz für einen unseriösen Ausbildungsbetrieb, in dem Azubis unqualifizierte Hilfstätigkeiten verrichten.

Übernahmequote erfragen

Ein wichtiger Aspekt ist zudem eine vielversprechende Perspektive. Diese lässt sich leicht an der Übernahmequote von Auszubildenden erkennen. Wenn Unternehmen ihre künftigen Fachkräfte für den eigenen Bedarf ausbilden, ist ihr Interesse an einer guten Lehre meist hoch. Auch die Zahl der Abbrecher ist interessant, denn sie ist ein Hinweis darauf, ob sich die meisten Azubis in dem Betrieb wohl gefühlt haben. Bei der Einschätzung können ebenfalls Bewertungen anderer Lehrlinge im Internet helfen. Ein unabhängiges Bild ergibt sich dadurch natürlich nicht. Sollten die Bewertungen jedoch durchgehend negativ sein, ist Vorsicht geboten.

Bereits im Vorstellungsgespräch ist es ratsam, gezielte Fragen zu stellen. Die Organisation der Azubi-Betreuung sagt beispielsweise viel darüber aus, wie viel Wert der Ausbildungsbetrieb auf die Qualität seiner Lehre legt. Wichtig ist, dass die angehenden Fachkräfte einen festen Ansprechpartner haben, der seinen Schützlingen mit Rat und Tat zur Seite steht und sie auch bei Problemen ernst nimmt.

Feedback einholen

Gute Ausbilder sollten zudem in der Lage sein, ihre Lehrlinge zu motivieren. Zu einer richtigen Betreuung gehört regelmäßiges Feedback, für das sich die Ausbilder auch in stressigen Phasen Zeit nehmen müssen. In den Vier-Augen-Gesprächen geht es um den Ausbildungsplan, den Lernfortschritt und das Berichtsheft, aber ebenso um die Einschätzung und die Wünsche der Azubis. Ebenfalls wichtig sind abwechslungsreiche und vielseitige Aufgaben, die mit der Zeit immer verantwortungsvoller werden sollten. Idealerweise durchlaufen die Lehrlinge jede Abteilung des Unternehmens, um alle Facetten des Berufs kennenzulernen.